
Das Kollektiv Weiche Scham besteht aus den Autorinnen Tanja Arx und Flurina Gutmann. Wir haben uns am Schweizerischen Literaturinstitut kennengelernt. Die Diskussionen, die dort ausgehend von Texten stattgefunden haben, waren für uns prägend. In uns wuchs der Wunsch, solche sicheren Räume auch ausserhalb des Institutes zu etablieren.
Wir bereiten schambehaftete Themen auf und gestalten daraus den Rahmen unserer Abende. Es ist uns ein Anliegen Hemmungen, die uns trennen, gemeinsam zu überwinden, um sie mit Verbundenheit zu ersetzen.
Ausgangspunkt all unserer Abende ist die Literatur. Während der Lesung dürfen die Zuhörenden es sich im Raum gemütlich machen - liegen, die Augen schliessen, sich Notizen machen. Auf Kissen und Decken kann im Rahmen eines „relaxed readings“ dem Text gelauscht werden.
Wir verteilen Notizhefte und Stifte an die Teilnehmenden und leiten sie mit einfachen Übungen an, aus ihren Gedanken ein kleines Stück Literatur zu erschaffen. So kann das während dem Zuhören Gedachte zu einer Form finden.
Abschliessend findet Austausch statt. Alle Teilnehmenden können ein bis zwei Fragen aufschreiben und in eine Vase werfen. Diese werden reihum gezogen und kollektiv beantwortet. Dabei treffen die unterschiedlichsten Perspektiven und Erfahrungen aufeinander. Das eigene Sichtfeld und die Toleranz dürfen wachsen und gedeihen.